Baumpflanzungen sind nicht immer Klimaschutzmaßnahmen – es sei denn, wir machen es richtig.
Das Pflanzen von Bäumen wird oft als natürliche Lösung für den Klimawandel gepriesen. Doch ohne Strategie, wissenschaftliche Erkenntnisse und Nachhaltigkeit kann es scheitern – oder sogar kontraproduktiv sein.
Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass Aufforstung und Wiederaufforstung zwar bis zu 3,6 Gigatonnen CO₂ pro Jahr binden können, schlecht gemanagte Projekte jedoch das Risiko bergen, ihre Wirkung durch Waldbrände, Dürren und vorzeitige Abholzung zunichtezumachen (Osman et al., 2023).
4 wichtige Erkenntnisse, die Sie kennen sollten:
1️⃣ Die Kohlenstoffspeicherung ist fragil:
Im Gegensatz zur unterirdischen Speicherung ist der Kohlenstoff in Wäldern sowohl natürlichen als auch anthropogenen Bedrohungen ausgesetzt. Seine langfristige Beständigkeit erfordert Schutz und Überwachung.
2️⃣ Der Standort ist wichtig:
Die Anpflanzung von Bäumen in Regionen hoher Breitengrade kann aufgrund der geringeren Albedo zu einer verstärkten lokalen Erwärmung führen. Tropische Regionen bieten ein größeres CO₂-Entfernungspotenzial – vorausgesetzt, die Landnutzung wird gerecht bewirtschaftet
3️⃣ Verbesserungen durch Biokohle und Bioenergie mit Kohlenstoffabscheidung und -speicherung:
Durch die Integration von Aufforstung mit Biokohleproduktion oder Bioenergie mit Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (BECCS) können wir Kohlenstoff für Jahrhunderte binden – weit über die Lebensdauer eines Baumes hinaus.
4️⃣ Das Land muss auch den Menschen dienen:
Baumpflanzungen dürfen niemals Nahrungsmittelsysteme oder lokale Gemeinschaften verdrängen. Nachhaltige Landnutzung muss Klimaschutzziele mit menschlichen Bedürfnissen in Einklang bringen.
Bei PROSDOMA verbinden wir Aufforstung mit sozialer Gerechtigkeit. Ob wir Bäume in Kamerun pflanzen oder Migranten in Kanada über Klimaresilienz aufklären – wir wissen, dass echte Lösungen tief in der Gerechtigkeit verwurzelt sind.
Mach mit: prosdoma.org
von ED
Quelle: Osman, AI, Fawzy, S., Lichtfouse, E., & Rooney, DW (2023). Bäume pflanzen, um die globale Erwärmung zu bekämpfen. Environmental Chemistry Letters, 21, 3041–3044 https://lnkd.in/dY_uh3UQ

Was macht das Gesundheitswesen wirklich nachhaltig? 5 evidenzbasierte Prioritäten
Im Gesundheitswesen geht es bei Nachhaltigkeit nicht nur darum, ein Projekt am Laufen zu halten – es geht darum, die Wirkung dort zu erhalten, wo sie am wichtigsten ist: bei Patienten, Fachkräften und Systemen.
Laut Lennox et al. (2018) scheitern jedoch viele Verbesserungsinitiativen im Gesundheitswesen mit der Zeit und verschwenden so wertvolle Zeit, Geld und Vertrauen.
Wie können wir also nachhaltige Verbesserungen im Gesundheitswesen schaffen?
Basierend auf einer systematischen Überprüfung von 62 gesundheitsspezifischen Nachhaltigkeitsrahmenwerken werden hier 5 entscheidende Prioritäten genannt:
1️⃣ Nachweis patientenorientierter Ergebnisse:
Interventionen müssen nachweislich verbesserte Gesundheitsergebnisse, klinische Relevanz und Kosteneffizienz aufweisen, um ihre Fortsetzung zu rechtfertigen.
2️⃣ In den klinischen Alltag integrieren:
Nachhaltige Initiativen im Gesundheitswesen sind solche, die sich nahtlos in bestehende Systeme, Protokolle und die berufliche Praxis einfügen – und nicht isoliert oder optional bleiben.
3️⃣ Verfolgen, auswerten, anpassen:
Die Gesundheitssysteme müssen Mechanismen beinhalten, um die klinische Wirksamkeit im Laufe der Zeit zu überwachen und sie auf der Grundlage von Rückmeldungen, Erkenntnissen oder sich ändernden Bedürfnissen anzupassen.
4️⃣ Kapazitäten in allen Rollen aufbauen:
Von den Pflegekräften an vorderster Front bis hin zu den Systemadministratoren – Nachhaltigkeit hängt davon ab, dass die Mitarbeiter kontinuierliche Schulungen erhalten und über Entscheidungsbefugnisse verfügen.
5️⃣ An institutionellen Prioritäten ausrichten:
Programme, die organisatorische Ziele widerspiegeln (z. B. die Reduzierung von Wiedereinweisungen, die Verbesserung der Pflegekoordination), erhalten mit größerer Wahrscheinlichkeit langfristige Unterstützung.
Nachhaltige Gesundheitsversorgung bedeutet daher dauerhafte Wirkung – nicht kurzfristige Projekte.
Bei PROSDOMA unterstützen wir patientenzentrierte, evidenzbasierte Systeme, die Bestand haben.
Denn die Pflege muss fortgesetzt werden, sie darf nicht zusammenbrechen.
Mehr erfahren: prosdoma.org
von ED
Quelle: Lennox, L., Maher, L., & Reed, J. (2018). „Navigating the sustainability landscape: a systematic review of sustainability approaches in healthcare.“ Implementation Science, 13:27

Nachhaltigkeit in Konfliktzonen: Wie echte Resilienz aussieht
In Krisenregionen geht es bei Gesundheit nicht nur um Krankenhäuser – es geht um Systeme, die die Würde schützen, die Gleichberechtigung fördern und von unten nach oben wachsen.
Laut Ugwu et al. (2025) ist die Ausrichtung von Maßnahmen im Gesundheitswesen an den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) entscheidend für den Aufbau langfristiger Resilienz und des Friedens.
Wichtige Strategien, die tatsächlich funktionieren:
1️⃣ Die Community in jedem Schritt einbeziehen:
Programme sind effektiver und nachhaltiger, wenn sie gemeinsam mit den Gemeinschaften und nicht für sie entwickelt werden.
2️⃣ Psychische Gesundheit priorisieren:
Die psychosoziale Unterstützung (MHPSS) muss in die grundlegende Gesundheitsversorgung integriert werden, um Traumata in Krisensituationen zu bewältigen.
3️⃣ Partnerschaften über Branchengrenzen hinweg:
Von Regierungen bis hin zu Basisorganisationen – Zusammenarbeit schafft kulturell relevante und skalierbare Lösungen.
4️⃣ Innovationen für Inklusion:
Mobile Kliniken, Telemedizin und digitale Werkzeuge müssen auf die Bedürfnisse der realen Welt zugeschnitten werden – und dürfen nicht einfach als Einheitslösungen importiert werden.
Diese Erkenntnisse stehen im Einklang mit den UN-Nachhaltigkeitszielen 3, 16 und 17 und sind von entscheidender Bedeutung für die Schaffung von Systemen, die Katastrophen überstehen und die Gerechtigkeit aufrechterhalten.
Genau deshalb bewundern wir PROSDOMA.
Ihre Arbeit – von der Wiederaufforstung in Kamerun bis zur Klimabildung in Kanada – erfüllt nicht nur formale Anforderungen. Sie erweckt globale Strategien zum Leben, indem sie diese in Gerechtigkeit, der Einbeziehung der lokalen Gemeinschaften und langfristiger Wirkung verankert.
Erfahren Sie mehr oder nehmen Sie Kontakt auf: prosdoma.org
von ED
Quelle: Ugwu, CN et al. (2025). „Sustainable Development Goals and Resilient Healthcare Systems.“ Medicine, 104(7):e41535.

Effizienz ist die neue Nachhaltigkeit: Was wir von kanadischen Bauernhöfen lernen können:
Im Kontext des Klimawandels bedeutet Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft mehr als nur ökologischen Anbau – sie bedeutet Effizienz. Effizienz beschränkt sich jedoch nicht nur auf Erträge; es geht darum, Land, Wasser, Arbeitskraft und Energie so einzusetzen, dass sie sowohl den Menschen als auch dem Planeten dienen.
Aktuelle Forschungsergebnisse aus West-Neufundland zeigen, dass viele landwirtschaftliche Betriebe zwar technisch effizient arbeiten, aber dennoch mit Umwelt-, Kosten- und Skalenineffizienzen zu kämpfen haben – insbesondere aufgrund der übermäßigen Verwendung von Düngemitteln, einer nicht optimierten Landnutzung und des Fehlens einer klimaresistenten Infrastruktur (Islam et al., 2024).
4 wichtige Erkenntnisse:
1️⃣ Umwelteffizienz ist wichtig:
Mehr produzieren und gleichzeitig weniger verschmutzen ist das Herzstück einer nachhaltigen Landwirtschaft. Einige Betriebe haben dies durch Kompostierung, No-Dig-Methoden und integrierte Systeme erreicht
2️⃣ Bildung fördert Nachhaltigkeit:
Betriebe, die von gut ausgebildeten Erzeugern geführt werden, wiesen deutlich höhere Umweltbewertungen auf – ein Beweis dafür, dass Wissen Macht im Bereich der ökologischen Bewirtschaftung ist.
3️⃣ Wasser- und Bodenschutz stärken die Widerstandsfähigkeit:
Techniken wie die Regenwassernutzung und die Permakultur steigerten die Effizienz der landwirtschaftlichen Betriebe und ihre Klimaresistenz in kurzen Vegetationsperioden.
4️⃣ Politik und Innovation müssen Hand in Hand gehen:
Staatliche Unterstützung – durch Living Labs und Schulungen – spielt eine entscheidende Rolle bei der Ausweitung nachhaltiger Praktiken.
Wir bei PROSDOMA glauben, dass Nachhaltigkeit mit dem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen beginnt und durch die Stärkung der lokalen Bevölkerung wächst. Ob klimaresistente Landwirtschaft in Afrika oder digitale Bildung in Kanada – wir setzen Wissen in konkrete Wirkung um.
Mehr erfahren: prosdoma.org
von ED
Quelle: Islam, K., Sabau, G., Dawson, J., Cheema, M., & Daraio, J. (2024). Bewertung der landwirtschaftlichen Nachhaltigkeit in Neufundland, Kanada: Erkenntnisse aus einem Data Envelopment Analysis (DEA)-Ansatz. SSRN

Umwelt-Freiwilligenarbeit: Menschen heilen und gleichzeitig den Planeten wiederherstellen
Angesichts zunehmender Öko-Angst, sozialer Isolation und klimabedingter Gesundheitsgefahren sticht eine wirkungsvolle, aber wenig genutzte Lösung hervor: Freiwilligenarbeit im Umweltbereich.
Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass ehrenamtliches Engagement in der Natur nicht nur dem Planeten, sondern auch Geist, Körper und Seele zugutekommt. Laut Patrick et al. (2022) profitieren Umweltfreiwillige von einer Vielzahl positiver Nebeneffekte, darunter eine verbesserte psychische Gesundheit, stärkere soziale Integration und eine tiefere Verbundenheit mit der Natur.
Hier sind vier wichtige Erkenntnisse:
1️⃣ Die mentale und emotionale Gesundheit verbessert sich:
Freiwillige berichten von verbesserter Stimmung, weniger Angstzuständen und einem Gefühl der Sinnhaftigkeit – insbesondere diejenigen, die zuvor psychische Probleme hatten.
2️⃣ Es fördert den sozialen Zusammenhalt:
Aktivitäten im Umweltbereich fördern Freundschaften, Bürgerstolz und kulturelle Inklusion – sie schaffen gemeinsame Räume, in denen sich Menschen aller Herkunft willkommen fühlen.
3️⃣ Es fördert Fähigkeiten und Chancen:
Viele erwerben neues Wissen, Sprachkenntnisse und sogar berufliche Fähigkeiten – besonders wertvoll für Studenten und Neuankömmlinge.
4️⃣ Naturverbundenheit stärkt die Widerstandsfähigkeit:
Der regelmäßige Kontakt mit der Natur fördert das Umweltbewusstsein und das Wohlbefinden und stärkt so sowohl die planetare als auch die persönliche Gesundheit.
Wir bei PROSDOMA glauben an die Kraft naturbasierter Lösungen. Ob wir gemeinschaftliche Baumpflanzaktionen in Afrika organisieren oder Neuankömmlinge in Kanada in Umweltthemen schulen – wir stärken Menschen und Ökosysteme gleichermaßen.
Erfahren Sie mehr oder engagieren Sie sich: prosdoma.org/
von ED
Quelle: Patrick, R., Henderson-Wilson, C., & Ebden, M. (2022). Exploring the co-benefits of environmental volunteering for human and planetary health promotion. Health Promotion Journal of Australia, 33(1), 57–67.
