Hoffnung finden fernab der Heimat
Rund 60 Jahre lang war die Nordwestregion Kameruns John Gwes Zuhause. Dort hatte er sich ein Leben aufgebaut, seine vier Kinder und sieben Enkelkinder großgezogen und auf seiner geliebten Plantage gearbeitet. Doch innerhalb weniger Jahre wurde sein Zuhause zu einem Ort der Angst.
Die beschauliche Ruhe des Landlebens wurde durch Gewalt aufgrund von Verdächtigungen zerstört. John, ein Bauer und Ladenbesitzer, sah sich plötzlich eines Verbrechens beschuldigt, das er nicht begangen hatte.
Sein einziges „Verbrechen“ war der Besitz einer Plantage, die, ohne sein Wissen, separatistischen Kämpfern als Versteck diente. Als die Sicherheitskräfte davon erfuhren, wurde John beschuldigt, Aufständische zu unterstützen. „Es war ernst“, erinnert er sich. „Ich wurde von beiden Seiten angegriffen. Ich wusste nicht mehr, wem ich trauen konnte. Ich war so verzweifelt, dass ich fliehen musste.“
Im Schutze der Dunkelheit ließ John alles zurück: sein Zuhause, sein Land, seine Frau, seine Kinder und Enkelkinder, und schlüpfte über die Grenze nach Nigeria..
In einem fremden Land fand er keine Sicherheit. „Ich schlief in einem Park, eine Woche lang auf der Straße“, erzählt er. „Kein Bett. Kein Essen. Früher hatte ich zu Hause einen eigenen Laden. Jetzt musste ich betteln, um etwas zu essen zu bekommen.“
Der Wendepunkt kam durch einen Fremden: einen Autofahrer, der sich seine Geschichte anhörte und ihm ein Zimmer bei sich anbot. Diese eine freundliche Geste wurde zu seinem Anker, bis er in Kanada Zuflucht finden konnte.
Der heute 63-jährige John ist in Sicherheit, aber immer noch von seiner Familie getrennt, zu der er sich so sehr zurücksehnt. „Es war ein ganz anderer Kampf“, sagt er. „Ich musste mein Leben komplett neu beginnen.“
Sein erster Asylantrag in Kanada wurde abgelehnt. Dank der Unterstützung des Programms zur Unterstützung und Integration von Neuankömmlingen von PROSDOMA konnte sein Antrag erneut eingereicht und bewilligt werden. Er hat nun Zugang zu wichtigen Dienstleistungen wie Lebensmittelbanken, Notunterkünften und sozialen Diensten.
Als Begünstigter von PROSDOMA Kapazitätsaufbau- und Bildungsprogramm John hat seinen Führerschein der Klasse 4 erworben. PROSDOMA hilft John dabei, Beschäftigungsmöglichkeiten zu erkunden, bei denen er seinen Lebensunterhalt verdienen und gleichzeitig seine Würde zurückgewinnen kann
„Ich hätte mir nie vorstellen können, dass ich hier sein würde“, sagt er. „Aber ich bin dankbar.“ PROSDOMA. Ich bin hoffnungsvoll und blicke nach vorn.“
Von: Tracy Amankwah Peprah.

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